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031.PAGANINI.WERKKOMENTAR
 



Werkkommentar des Komponisten

Niccolo Paganini (1782 – 1840): Moto perpetuo op 11.Xpt 31. Bearbeitung für Streichorchester von Xaver Paul Thoma

Einige Anmerkungen des Komponisten zu dieser Bearbeitung für Streichorchester.

Wahrscheinlich gibt es keinen Geiger und keine Geigerin, der oder die dieses Werk von Niccolo Paganini nicht kennt - eine furiose Perlenkette von rasanten Sechszehnteln. Konzipiert ist dieses Werk im Original von Niccolo Paganini für Solo-Violine mit einfacher Akkordbegleitung von Klavier oder Gitarre.
Die Anregung zu dieser Fassung für Streichorchester kam durch eine freundschaftliche Anfrage von Jörg-Wolfgang Jahn im Herbst 1980.
Jörg-Wolfgang Jahn leitete zu dieser Zeit das „Kammerorchester“ der staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe, und wünschte sich für das im Kern nur aus Streichern bestehende Kammerorchester ein spielfreudiges Werk, das alle Musiker bis zu den Kontrabässen gleichermassen beschäftigt und fordert.
Damit es nicht zu plötzlich (wie im Original) wie eine Rakete losgeht, habe ich einen gesplitteten C-Dur Dreiklang als viertaktige Introduktion vorangestellt.




Besetzung

Die angegebene Besetzung ist eine notwendige Mindestbesetzung:
6 Violinen I (geteilt: à 3 + à 3)
6 Violinen II (geteilt: à 3 + à 3)
4 Violen (geteilt: à 2 + à 2)
4 Violoncelli (geteilt: à 2 + à 2)
2 Kontrabässe (mit 5 Saiten)

Die Anzahl der Spieler lässt sich im Verhältnis ohne Problem erweitern, zum Beispiel:
8 Violinen I (geteilt: à 4 + à 4)
8 Violinen II (geteilt: à 4 + à 4)
6 Violen (geteilt: à 3 + à 3)
6 Violoncelli (geteilt: à 3 + à 3)
3 Kontrabässe (mit 5 Saiten)




Noch eine kleine Bemerkung

zum Tempo des Werkes.
Paganini gibt lediglich „Allegro“ an. Es ist der sportliche Ehrgeiz aller Geiger, den Geschwindigkeitsrekord zu brechen! Nun, das macht Sinn, wenn eine Solo-Violine das musikalische Sechszehntel-Feld für sich alleine hat. Im Falle dieser Bearbeitung sind allerdings im tiefen Register auch Kontrabässe beteiligt, und es empfiehlt sich, das Tempo soweit einzurichten, dass auch die tiefen Töne klar ansprechen können.

Xaver Paul Thoma




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