xpt 131.Presse-Echo

Hohe Anforderungen

Drei Mitglieder des Offenburger Ensembles, Frank und Rolf Schilli, Geige und Bratsche, und Peter Stöhr, Flöte, haben die Herausforderung übernommen und glanzvoll bewältigt. Thoma hat Musik für Flöte, Violine und Viola für das Offenburger Ensemble und eigens für dieses Konzert komponiert. und er muss von der Kompetenz der Interpreten
überzeugt gewesen sein. denn was die zahlreichen Zuhörer der Klosterkirche zu hören bekamen, war ein Drahtseilakt für die Musiker.
Thoma betonte in seiner Einführung, das? der 2. Satz des Trios, ein mit der Hörererwartung spielendes "Tänzchen«, die Kernzelle des Werkes sei. Ähnlich wie in Ravels „Valse“ werden eingängige Rhythmen und Melodiefetzen nie zu dem, was der Hörer instinktiv und aus Gewohnheit erwartet:
ein »echter« Walzer oder ein »richtiger« Tango. Thoma sagte selbst, dass man wohl ein gewisses Alter erreicht haben müssse, um auch die eigene Arbeit nicht immer mit »Bierernst« betreiben zu können.
Wie große Anforderungen an die Interpreten in rhythmischer Hinsicht gestellt wurden, könnte man an den fast lauernden Blicken sehen, die sich die drei Musiker immer wieder zu werfen mussten. um den Einsatz des einen mit dem eigenen zu koordinieren. Thoma spart nicht mit der Forderung nach artistischen Bogeneinsätzen und Blastechniken, doch gerat ihm das nicht zum spielerischen Selbstzweck, sein Trio bleibt streng kontrapunktisch durchkomponiert. Es war geradezu spannend, darauf zu warten, welche Wendung diese oder jene musikalische1 Zelle nehmen wurde. Eine Meisterleistung, sowohl was die Komposition als auch was die Interpretation anbetrifft. in rhythmischer Hinsicht gestellt wurden, könnte man an den fast lauernden Blicken sehen, die sich die drei Musiker immer wieder zu werfen mussten. um den Einsatz des einen mit dem eigenen zu koordinieren. Thoma spart nicht mit der Forderung nach artistischen Bogeneinsätzen und Blastechniken, doch gerät ihm das nicht zum spielerischen Selbstzweck, sein Trio bleibt streng kontrapunktisch.

von bernd FLÖGEL
Offenburger Tageblatt, 22.9.2003

 

Kontrapunkt trifft auf Walzertakt

In Anwesenheil des Komponisten erklang das Werk, Musik für Flöte, Violine und Viola , das sich kontrapunktische Gesetze der Fugentechnik, geistreiche Verweise und Anklänge an Walzerklänge oder Trivialmusik zu eigen macht. Humorig begegnet ein beschwipster Kontrapunkt dem ausgelassenen Treiben auf dem Tanzboden: eine aus den Fugen geratene Walzerwelt. „Mit fünfzig nimmt man vielleicht manches leichter", kommentiert Xaver Paul Thoma den heiteren, tänzerischen Gestus. „Wenngleich Ich zugeben muss, ein notorischer Nicht-Tänzer zu sein."
Thomas Lubkowski
Badische Zeitung 22.9.03

 

Ein Abend voller Gegensätze

Die Uraufführung seines kontrapunktisch solide und interessant gestalteten Trios op. 131 fand in Frank Schilli (Violine), seinem Bruder Rolf (Viola), und in Peter Stöhr Interpreten, die das anspruchsvolle Werk zum Erlebnis werden ließen. Das Zusammenspiel erforderte viel inneres Einverständnis und höchste Konzentration. Die immer wieder überraschenden melodischen und rhythmischen Wendungen, besonders im zweiten Satz «Ein Tänzchen«. zeugten vom reichen Innenleben dieses Trios. Dass Thoma auch ein moderner Romantiker ist. spürten die Zuhörer im abschließenden Adagio.
Hans Kasper
Schwarzwälder Bote 24.9.03

 

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